Texte

Gedanken zur künstlerischen Praxis

Durch die Suche nach Entgrenzungen der Kunst, wird die Möglichkeit einer mehrdimensionalen Wahrnehmung der künstlerischen Praxis auf ihre Umsetzung erprobt.

Künstlerische Outputs zeigen sich im prozessorientiertem Ergebnis im Spannungsfeld zwischen Vorraussetzungen und Bedingungen des ästhetischen und sozialökonomischen Erscheinungsbild und erschaffenen Freiheiten durch Loslösung eben dieser. 


Ein Ziel meiner Arbeit ist ein Versuch zur Beteiligung an der Umwelt und Initiation zu ihrer Gestaltung durch Austausch. Ich biete Situationen und räumliche Eingriffe an, die zu Resonanz und neuen Reflexionsmöglichkeiten führen können. Dabei geht es im Besonderen um Ursprüngliches auf dem Weg zum Gemachten; Rohmaterialien auf dem Weg zu einem Produkt; das Divergieren von „Schon-Da-Gewesenem“ zu Anknüpfungspunkten in z.B. zeitlichen Dimensionen, welche sich durch einen offenen 

Ausstellungscharakter und nichtchronologischen und inhaltlich choreografierten 

Konstellationen dem Betrachter zeigen. 


Ist es möglich, mit Oberflächen und Narrationen eines vorgefundenen Raumes so 

präzise zu arbeiten, dass die Differenz von Vorgefundenem und Hinzugefügtem 

fruchtbar wird?

Und kann die Behauptung von poetisierten Zusammenhängen zu Irritationen und 

neuen Bedeutungszusammenhängen führen?

Inwiefern verändern Dimensionsverschiebungen im und vom sozialem Raum, 

Wahrnehmung und persönliche Teilhabe?


Der Raum als Modell und Gedankenexperimet: Meine Annäherung an einen Raum 

beginnt mit seiner Vermessung durch standardisierter Gegenstände und Tätigkeiten 

(z.B. Alltags- und Sportgegenstände, Reinigung, Tanz) Die in unserem Alltag 

geläufigen Gegenstände und Handlungen ermöglichen somit dem Betrachter einen persönlichen Zugang. Neben klassischen künstlerische Verfahren wie Stapeln, Schmeißen, Schweißen und Durchbrechen, sind Prozesse des Anbietens,

 Preisgebend und Spurenhinterlassene, verneinen, beglückwünschen nicht nur 

Resultat sondern auch Nebenerzeugnisse die sich der physischen Präsenz verweigern als auch künstlerische Umschreibungen verlangen.

So entstehen Zwischenräume, hybride Räume und veränderte Momente die durch 

offengelegte Kräfteverhältnisse besondere Aufmerksamkeit erfahren.



Die konkreten Form, deren Konturen vor dem Hintergrund verschiedener Ausstellungstraditionen und Gewohnheiten, illuminiert und gleichzeitig aufgelöst werden, stößt in ihrer Indifferenz an eine Grenze die als ein produktives Scheitern, Erkenntnisse erzeugt und wiederum zu neuen Beschäftigungsfeldern führt.