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Jürgensplatz Düsseldorf
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Eine performative Erinnerung auf dem Jürgensplatz


Fotos c:
projektorat.net
dasbuero.net

simone grieshaber


Düsseldorf im Frühjahr 1945. Der Krieg ist fast verloren, die Alliierten stehen vor den Toren der Stadt, bereit, diese ›sturmreif‹ zu bombardieren. Die Bevölkerung hat sich mehrfach den Räumungsbefehlen der Nazis widersetzt. Hitler verhängt schließlich mit dem ›Nero-Befehl‹ – Kampf bis zum letzten Mann – das Todesurteil über Düsseldorf. Das ist der Moment, in dem ein Dutzend Männer um den Rechtsanwalt Dr. Karl August Wiedenhofen und den Architekten Aloys Odenthal vom geistigen zum aktiven Widerstand übergehen und mit der ›Aktion Rheinland‹ die Geschichte der Stadt entscheidend beeinflussen. Am 16. April 1945 geloben sie auf Leben und Tod, die Stadt vor der endgültigen Vernichtung zu schützen. Mit Hilfe des Polizeioberstleutnants Franz Jürgens besetzen sie wenig später das Polizeipräsidium, lassen sich Vollmachten für die Alliierten ausstellen und machen sich auf den Weg zu den Amerikanern, um mit ihnen über die kampflose Übergabe der Stadt zu verhandeln. Ein Kamikaze-Unternehmen mitten in den letzten Tagen eines grausamen Krieges.

Das Theaterkollektiv Pièrre.Vers beschäftigt sich erneut mit Düsseldorf in der Zeit des Nationalsozialismus. Aktion:Aktion! zeichnet anhand von Zeitzeugenaussagen die Ereignisse vom 16. und 17. April 1945 nach. Am historischen Schauplatz trifft die Vergangenheit auf die Gegenwart: Die Performance findet auf dem Hof des Polizeipräsidiums unter freiem Himmel statt, das Publikum wird mittels eines Kopfhörersystems mit den Akteur*innen verbunden. Aktion:Aktion! stellt Fragen, die bis heute aktuell sind: Ist jemand ein Held, wenn er sich am Ende einer erfolgreichen Karriere in einem Unrechtsregime gegen ebenjenes stellt – oder bleibt er Täter? Ist die Motivation für den Widerstand höher zu bewerten als die Tat selbst?Welchen Unterschied kann ein einzelner Mensch im Zusammenhang des großen Ganzen machen, damals und heute? Was ist das Erbe der Stadt Düsseldorf und wie beeinflusst es die Gegenwart?


Mit Anna Magdalena Beetz, Julia Dillmann, Jonathan Schimmer, Alexander Steindorf
Christof Seeger-Zurmühlen – Regie
Juliane Hendes – Textfassung
Simone Grieshaber – Ausstattung
Bojan Vuletić – Musikalische Leitung und Komposition
Chriss Gross – Komposition und Livemusik


Eine Produktion von Theaterkollektiv Pièrre.Vers in Koproduktion mit dem asphalt Festival und dem düsseldorf festival, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Kunststiftung NRW, dem Kulturamt Düsseldorf, der Bürgerstiftung Düsseldorf, der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf, in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

Mit freundlicher Unterstützung des Polizeipräsidiums Düsseldorf


Kreuzstraße 19a, 40210 Düsseldorf
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Fotos c:
projektorat.net
dasbuero.net

https://projektorat.net/asphalt-festival/2019/schwarz-helle-nacht/
https://www.theaterkollektiv.de/projekt/schwarz-helle-nacht/


Eine Produktion des Theaterkollektiv Pièrre.Vers

– Eine performative Zeitreise


Eine Nacht, die alles veränderte

Am 9. und 10. November 1938 fanden in Düsseldorf etwa 460 Überfälle auf jüdische Bürger*innen statt. Diese landesweit geplanten Aktionen gingen als Novemberpogrome in die Geschichte ein. Geschäfte und privates Eigentum wurden zerstört, Gebetshäuser vernichtet. Zeit- und Augenzeug*innen berichteten vom Eindringen in die intimsten Räume, von gewalttätigen Übergriffen und Todesfällen.

Das neue Stück des Theaterkollektivs Pièrre.Vers basiert auf dem Archivgut der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, das die deutschlandweit umfangreichste Dokumentation aus Berichten von Zeitzeug*innen zum Novemberpogrom erstellt hat. Fünf Performer*innen geben in Schwarz-helle Nacht den damaligen jüdischen Bewohner*innen der Stadt eine Stimme und führen das Publikum durch das Düsseldorf der Gegenwart zu Originalschauplätzen. Dabei tauchen lebendige Bilder und Szenen aus der Pogromnacht auf, durch tableaux vivants und Audioinstallationen im Stadtbild entstehen Assoziationen zur Situation und Bedrohung von 1938. In Wohnungen, auf der Straße, in Cafés schildern die Darsteller*innen die Erlebnisse jüdischer Menschen aus dieser Nacht und treffen auf heutige Bewohner*innen, die sich zu aktuellen Fragen nach Sicherheit, Identität und Zugehörigkeit äußern.

Die performative Tour durch die Stadt macht die Komplexität der Ereignisse rund um die Nacht des 9. Novembers 1938 in Düsseldorf sichtbar, hörbar und  erfahrbar – und zwar ganz konkret, unmittelbar und mit großer Kraft.

Eine Inszenierung, die lange nachwirkt.“   Rheinische Post

mit:
Anna Beetz
Julia Dillmann
Nora Pfahl
Alexander Steindorf
sowie Düsseldorfer Stadtbewohner*innen

Konzept und Regie: Christof Seeger-Zurmühlen
Ausstattung: Simone Grieshaber
Musik: Bojan Vuletic´
Stückentwicklung: Juliane Hendes und Theaterkollektiv Pièrre.Vers

Eine Produktion von Theaterkollektiv Pièrre.Vers in Koproduktion mit dem asphalt Festival und dem düsseldorf festival, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung, vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, dem Kulturamt Düsseldorf, der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf, in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, der Rheinbahn AG, mit freundlicher Unterstützung von Hotel Max Brown Midtown.
Düsseldorfer Schauspielhaus Worringer Straße 140
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Fotos: Sandra Then

Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhauses.

Premiere: 19.01.2019

Regie: David Schnaegelberger
Dramaturgie: Corinna Möller
Bühne: Simone Grieshaber
Kostüme: Janin Lang
Musik: Wolfgang Paris
Licht: Christian Schmidt

Besetzung mit:
Galy Gay ein irischer Packer / Jeraiah Jip: Niklas Miteregger
Galy Gays Frau / Herr Wang, Bonze: Laura Maria Trapp
Jesse Mahoney: Kilian Bierwirth
Polly Baker: Naima Laube
Uria Shelley: Vincent Sauer
Witwe Begbick, Kantinenbesitzerin: Genet Zegay
Charles Fairchild, Sergeant: Rudi Grieser


Galy Gay ist ein einfacher Packer und ein Mann, der nicht Nein sagen kann. Das begreifen die Menschen, die ihm begegnen, schnell – vor allem solche, die andere gern für ihre Zwecke einspannen. In »Mann ist Mann« sind das drei Soldaten, die ihren vierten Mann beim Plündern einer Pagode zurücklassen mussten und nun in Not und auf der Suche nach Ersatz sind. Der Appell steht bevor, und wenn sie auffliegen, droht Erschießung. Galy Gay kommt da wie gerufen, um aus ihm den verschwundenen Jeraiah Jip zu machen. Im grausamen Spiel der Soldaten wird ein Mann, der auszog, einen Fisch zu kaufen, »wie ein Auto ummontiert« und in eine menschliche Kampfmaschine verwandelt. Mit der »Verwandlung des Packers Galy Gay in den Militärbaracken von Kilkoa im Jahre neunzehnhundertfünfundzwanzig«, wie Bertolt Brechts erklärtermaßen erstes episches Theaterstück im Untertitel heißt, thematisiert Brecht die Frage nach Identität und individueller Selbstbestimmung in einer entfremdeten Gesellschaft.


Pressestimmen:
Rheinische Post 21.1.2019:
Der junge Regisseur hat sich Brechts erstes episches Stück von 1925 ausgesucht und setzt es voller Tempo mit einem spielfreudigen Ensemble in Szene. Schnaegelberger hat aus Brechts [...] Parabel einen kurzweiligen Abend gemacht, ein Stück, das zum Nachdenken anregt, auch darüber, wie leicht es ist, Menschen zu manipulieren.

Getidan.de Peter Claus, 21.1.2019:
David Schnaegelberger ist in Zusammenarbeit mit der Dramaturgin Corinna Möller eine verblüffend unterhaltsame Fassung gelungen, die gelegentlich gar mit boulevardeskem Humor überrascht, ohne die (Un-)Tiefen des Stückes weg zulachen. Im Gegenteil: Viele Momente sind von wirklich bitterer Komik, so dass einem als Zuschauer das Lachen im Hals stecken bleibt. Das Beste: Fern von vordergründigen Aktualisierungen wird das Heutige der vor mehr als neunzig Jahren uraufgeführten Parabel deutlich, die Warnung vor dem Abtauchen der oder des Einzelnen in eine Masse Mensch, die meint, besser und wichtiger als andere Menschen zu sein.

Ein Plädoyer also für Individualität, für Respekt gegenüber Leuten, die anders sind als andere, egal in welcher Hinsicht. Wobei nicht negiert wird, dass Individualität nur dann ausgelebt werden kann, wenn sie genau diesen Respekt selbst aufbringt. Klug: Der Abend mündet in eine unerwartete (hier nicht aufgedeckte) Pointe, die zeigt, wie fragil das Zusammenspiel von Individualität und Gemeinwohl ist. [...] In der Hauptrolle, als Tagelöhner Galy Gay, der in die Armee gedrängt und damit zu Kanonenfutter gemacht wird, ist Niklas Mitteregger zu sehen. Virtuos balanciert er zwischen Witz und Ernst, brilliert besonders in den Momenten, da aller Spaß in bedrängende Tragik umkippt, verfügt über reiche körpersprachliche Mittel, die er nie manieriert ausstellt, wie er auch mit seinen stimmlichen Möglichkeiten größtmöglichen Effekt erzielt. Neben ihm fielen im Ensemble der Studierenden besonders Laura Maria Trapp in zwei kleinen Rollen und Genet Zegay im Part der Witwe Begbick auf. Ihr, der Schankwirtsfrau, einer braven Bürgerin, die aus jeder Situation ein Geschäft zu ihren Gunsten entwickelt, gilt ein besonderes Augenmerk der Inszenierung. Viel mehr als Galy Gay schlägt Witwe Begbick nämlich den Bogen zum Publikum. [...] Keine zwei Stunden dauernd, ohne Pause durchgespielt, entwickelt »Mann ist Mann« in Düsseldorf einen kraftvollen Sog. Die erfreulich sparsame Ausstattung (Bühne: Simone Grieshaber) lässt den
Agierenden weiträumige Spielfelder – und gibt der Phantasie des Publikums zusätzliche Anregungen. Rundum gelungen!
Düsseldorfer Schauspielhaus Worringer Straße 140
Videolink:
Kane x Simone - Chapter 1: This terrible… longing I have for you

https://vimeo.com/378141474



Sarah Kane und Nina Simone: zwei Frauen zwischen Himmel und Hölle, Schwarz und Weiß, Depression und Manie — Am 7. Dezember um 22:00 Uhr — Im Central, Brücke —

Sarah Kane und Nina Simone. Zwei Künstlerinnen, die sich nie begegnet sind. Die eine maskulin und weiß, schüchtern und in-yer-face, die andere feminin und schwarz, exzentrisch und civil-rights. Aber so gegensätzlich sie rein äußerlich gewesen sein mögen – inhaltlich überschneiden sich ihre Werke mitunter bis aufs Mark. Im Mittelpunkt nichts Geringeres als das unbequeme Spektrum tiefer menschlicher Gefühle, Traumata und ihrer Auslöser: Angst, Schmerz, Wut, Eifersucht, Gier und Zorn treffen auf Liebe, Glück, Verletzlichkeit, Scham und Resignation. Das Ganze wird mehrfach durchtränkt von physischer und psychischer Gewalt. Ihr Privatleben wird von der Öffentlichkeit gerne mit der künstlerischen Aussage verwechselt. Beide vereint das tiefe Verlangen nach einem Befreiungsschlag, die Sehnsucht nach Erlösung und die Forderung nach Respekt – als Frau und als Künstlerin. — Mit Liedern, die Nina Simone geschrieben oder interpretiert hat und mit Texten von und über Sarah Kane und Nina Simone.

Besetzung mit: Tabea Bettin, Sarah Clemens, Julia Dillmann, Timo Hein, Alessa Kordeck, Matts Johan Leenders, Lou Strenger, Cennet Rüya Voß
Künstlerische Leitung: Sarah Clemens
Musikalische Leitung: Matts Johan Leenders
Video: Philippe Waldecker
Szenographie: Simone Grieshaber
Kostüme: Janin Lang

Düsseldorfer Schauspielhaus Worringer Straße 140, Düsseldorf
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Szenische Lesung von David Schnaegelberger.
mit Musik von Sebastian Tarcan.
Dreischeibenhaus Düsseldorf, K20 Grabbeplatz Düsseldorf
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Fotos: Heinz Holzmann

Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhaus.

Uraufführung: 04.03. 2017

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=8U51xRonlXE
D´Haus:
https://www.dhaus.de/programm/spielplan/die-dritte-haut/591/


Konzept: Alexandra Althoff, Lothar Kittstein, Bernhard Mikeska
Regie: Bernhard Mikeska
Text: Lothar Kittstein
Dramaturgie: Alexandra Althoff
Raum: Bernhard Mikeska, Alexandra Althoff
Kostüm: Almut Eppinger
Sound Design: Knut Jensen
Mitarbeit Raum: Simone Grieshaber

Besetzung mit
Tabea Bettin, Andreas Grothgar, Konstantin Lindhorst, Rainer Philippi


Der als schrullig verschriene 70-jährige Multimillionär Simon logiert auf einem einfachen Matratzenlager in seinem Haus an der Kö. Nach dem Krieg notdürftig wieder aufgebaut, wirkt es wie ein Anstoß erregender Makel – und weckt zugleich ungeheure Begehrlichkeiten. Simon spielt mit der Gier der Interessenten, doch Vertrauten bekennt er: »Ich verkaufe nie.« Im Juli 1991 scheint er plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. In der Stadt verbreiten sich Gerüchte: Simon sei nach dem Verkauf in die Berge verschwunden. Der neue Besitzer ist eine schillernde Gestalt der Düsseldorfer Geld-Szene. Bald stellt sich heraus, die Unterschriften Simons unter den Verkaufspapieren sind gefälscht. Die Anklage der ehrgeizigen Staatsanwaltschaft lautet Mord. Aber es gibt keine Leiche, es gibt keine Blutspur. Nicht einmal dass der »Ermordete« noch lebt, ist auszuschließen. Laut Arztberichten erkrankt der Angeklagte in der Haft psychisch. Das Mordverfahren wird 2002 eingestellt. Fast gleichzeitig wird die Todeserklärung Simons rechtskräftig.

Die Theater-Entwürfe des Trios RAUM+ZEIT betreiben ein aufregendes Spiel mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung. Ihre neueste Arbeit entwickeln sie für das Dreischeibenhaus, ein architektonisches Symbol des Wirtschaftswunders. Der Zuschauer betritt dort allein eine Installation, in der er den Schauspielern sehr nahe kommt und Teil der Geschichte vom Verschwinden eines Mannes wird.

Für den Vorstellungsbesuch gelten besondere Regeln: Zwischen 17:36 Uhr und 21:48 Uhr startet alle zwölf Minuten je ein Zuschauer in eine szenische Installation. Die Spieldauer für jeden Zuschauer beträgt ca. 1 1/4 Stunden. Beim Kauf einer Karte entscheidet man sich definitiv für eine bestimmte Uhrzeit.

Disappearances :: Der Fall Simon
Eine Video-Installation von RAUM+ZEIT im Foyer des K20 Grabbeplatz (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen).

Parallel zu ihrer Inszenierung Die dritte Haut :: Der Fall Simon im Dreischeibenhaus haben Bernhard Mikeska und Alexandra Althoff (RAUM+ZEIT) zusammen mit Nicolai Hildebrandt für das Foyer des K20 eine Video-Installation über das Verschwinden eines Mannes und seiner beiden Häuser auf der Kö entworfen. RAUM+ZEIT entwerfen kein neues Szenario der Umstände vom Tod Simons, sondern eines für seinen Seelenzustand. Verkaufsgespräche werden zur Grundfigur für menschliche Beziehungen und offenbaren den Widerspruch zwischen dem Wunsch und der Angst vor seiner Erfüllung. Eine subjektive Reise ins Innere. — Eine Kooperation des Düsseldorfer Schauspielhauses mit dem K20.
Düsseldorfer Schauspielhaus Worringer Straße 140
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Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhaus.

Premiere: 12.12. 2016

https://www.dhaus.de/programm/a-z/heart-of-gold/

Ein Liederabend des Ensembles des Düsseldorfer Schauspielhaus.
Über die Liebe und das Geld.


Musikalische Leitung und Piano: Matts Johan Leenders
Schlagzeug: Kilian Land

Bass: Johannes von Barsewisch
Leitung: André Kaczmarczyk
Bühne: Simone Grieshaber

Kostüm: Janin Lang
Licht: Christian Schmidt
Dramaturgie: Frederik Tidén


Besetzung mit:
Cathleen Baumann
Claudia Hübbecker
André Kaczmarczyk
Rainer Philippi
Kilian Ponert
Lou Strenger
Andrei Viorel Tacu
Sebastian Tessenow
Hanna Werth

Vorarlberger Landestheater, Seestraße 2, 6900 Bregenz
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Fotos: Fivos Theodosakis

Eine Produkton des Vorarlberger Landestheater Bregenz.

Premiere: 13.01. 2015



Regie:
 Sigrid Herzog

Komposition/Musik: Benedikt Brachtel

Bühne: Simone Grieshaber

Kostüme: Bettina Werner

Choreographie: Magdalena Padrosa

Dramaturgie: Frank Zipfel

Lichtgestaltung: Arndt Rössler

Ton: Andreas Niedzwetzki


Mutter: Charlotte Schwab

Braut: Elzemarieke de Vos

Dienstmagd: Laura Mitzkus

Leonardos Frau: Klara Pfeiffer

Nachbarin: Bettina Hauenschild

Bräutigam: Michael Stange

Leonardo: Paul Walther

Vater der Braut: Otto Kukla

Holzfäller: Eberhard Peiker

Bursche: Benjamin Schroeder

Sänger: Anna Rajah (Sopran), Richard Resch (Tenor), John Carpenter (Bariton)

Musiker: Valeriya Kachurovskaya (Klavier/Korrepetition) und das ensemble plus


In einem kleinen Dorf unter der brennenden Sonne Andalusiens wird eine Hochzeit vorbereitet. Aber das neue Glück steht unter keinem guten Stern. Die Mutter des Bräutigams hat Vorbehalte gegen die Braut – denn die war schon einmal verlobt, und ausgerechnet mit Leonardo, einem Mitglied der Familie, die den Vater und den Bruder des Bräutigams ermordet hat. Leonardo ist zwar mittlerweile selbst verheiratet, aber zwischen ihm und der Braut besteht nach wie vor eine fatale Anziehungskraft. Auf dem Hochzeitsfest treffen alle zusammen, lang unterdrückte Gefühle brechen hervor und entladen sich in einem blutigen Kampf.
Federico Lorca ist der international meist übersetzte spanische Lyriker und Theaterautor des 20. Jahrhunderts. Kennzeichnend für Lorcas Stücke sind starke Frauenfiguren, die wissen, wie sie ihren Platz in der von Männern dominierten Gemeinschaft verteidigen können, und die sich gegen allzu enge gesellschaftliche Konventionen und erstarrte Traditionen auflehnen.

Für die BLUTHOCHZEIT  bezog Lorca seine Inspiration aus  unterschiedlichen Quellen.Auslöser war eine Zeitungsnachricht über die mysteriöse Flucht einer jungen Braut und die Ermordung ihres Liebhabers in der andalusischen Einöde. Während der Arbeit am Stück spielten für den auch als Musiker und Komponisten tätigen Dichter auch Bach-Kantaten und die traditionelle spanische Musik eine wichtige Rolle. Dem sozial engagierten Schriftsteller Lorca geht es in seinem Theater darum, der Beschränktheit gesellschaftlich bedingter Denkweisen den Facettenreichtum zutiefst menschlicher Gefühle entgegenzusetzen. 
So stellt er in Bluthochzeit auf dem konkreten Hintergrund einer spanischen Dorfgemeinschaft der 1930er Jahre durchaus zeitlose Konflikte dar. Der individuellen Selbstverwirklichung stehen familiäre Zwänge entgegen, die Sehnsucht nach Sicherheit wird von den Unwägbarkeiten des Schicksals durchkreuzt, rationale Planungen werden durch emotionale Verstrickungen zunichte gemacht.
Das Spektrum der damit verknüpften Themen ist weit: Rache und Vergebung, eheliche Treue und sexuelle Anziehung, persönliche Hoffnungen und gesellschaftliche Konventionen, Lebensfreude und Todesahnung. In besonderer Weise verbindet Lorca in Bluthochzeit Elemente der antiken Tragödie, des spanischen Barocktheaters und des
modernen Dramas. So entsteht ein Gesamtkunstwerk aus treffsicheren Dialogen, starken poetischen Bildern, Musik, Bewegung und Rhythmus.Dem versucht die Bregenzer Inszenierung Rechnung zu tragen und bringt Bluthochzeitin einer spartenübergreifenden Produktion auf die Bühne: mit einem Ensemble aus Schauspielern, Sängern und Musikern, eigens komponierter Musik und aus der spanischen Tradition entlehnten choreographischen Elementen.
Landestheater Bregenz
Eine Produktion des Vorarlberger Landestheater Bregenz.

Premiere: 15.01.2014

Regie:  Sigrid Herzog

Bühne: Simone Grieshaber

Photograph:  Franz Meiller

Kostüme: Bettina Werner

Komposition: Bededikt Brachtel

Dramaturgie: Dirk Dieckmann

Regieassistenz:  Deike Wilhelm

Inspizienz: Eva Lorünser

Lichtgestaltung:  Arndt Rössler

Tontechnik: Andreas Niedzwetzki

 

Emilia Galotti: Morgane Ferru

Odoardo Galotti, Vater von Emilia Galotti:  Marcus Calvin

Claudia Galotti, Mutter von Emilia Galotti: Isabel Hindersin

Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla:  Moritz von Treuenfels

Marinelli, Kammerherr des Prinzen:  Michael Stange

Graf Appiani:  Bastian Beyer

Gräfin Orsina: Laura Mitzkus


Die gutbehütete Emilia Galotti soll sich mit dem Grafen Appiani verheiraten, was den Wünschen der bürgerlichen Eltern durchaus entgegen kommt. Allerdings ist die Schönheit der Tochter nicht unbemerkt geblieben. Der Prinz von Gustalla will Emilia im wahrsten Sinne des Wortes „in seinen Besitz bringen“ und beauftragt den Marchese Marinelli, die  Hochzeitskutsche zu überfallen, dabei stirbt der Graf. Die Intrige des Marchese beinhaltet, dass Emilia scheinbar gerettet und in ein nahe gelegenes Lustschloss gebracht wird. Emilia erkennt die Zusammenhänge nicht, aber ihre Mutter konfrontiert den Intriganten Marinelli mit ihren Vermutungen über seine Machenschaften. Doch Marinellis Fertigkeiten sind mit dem Überfall noch lange nicht ausgereizt und er setzt alles daran, eine Aufklärung zu verhindern. Aber auch der Vater hat seinen liebenden  Besitzanspruch an die Tochter und sinnt zunächst auf Rache für den Mord an Appiani. Am Ende, als aber seine Tochter, die sich bereits in den Händen des allmächtigen Prinzen sieht, sich das Leben nehmen will, um ihre Ehre zu bewahren, nimmt er ihr diesen Selbstmord ab und tötet sie, um sich danach der Gerichtsbarkeit auszuliefern.

Lessing stellt in diesem bürgerlichen Trauerspiel, die ererbte Allmacht des Adels dem Empfinden den Plänen der bürglerlichen Existenz gegenüber, die den Anspruch hat, dass es ihren Kindern dereinst besser gehen mag.


Grillotheater Essen
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Stückauf ! 

Autorentage am Schauspiel Essen 6. April 2013

Wolkenkratzer bauen

Theaterstück von Achim Stegmüller

Szenische Lesung

Regie: Kerstin Krug
Bühne: Simone Grieshaber
Kostüme: Theresa Rinn
Worringer Straße 140
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WORRINGER SCHLACHTEN - TEIL 3

Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhaus.

Von Nurkan Erpulat mit Texten von Anne Jelena Schulte


Premiere: 16.02.2013


Besetzung mit:

Jonas Anders

Christian Ehrich

Elena Schmidt

Simin Soraya

Fivos Theodosakis


Regie: Nurkan Erpulat

Bühne und Kostüme: Simone Grieshaber

Video: Felipe Calvo - Montero

Dramaturgie: Marie Milbacher, Anne Jelena Schulte


Als die Schlacht von Worringen geschlagen war, bekam Düsseldorf die Stadtrechte verliehen. Noch heute wird um den Worringer Platz, an dem das Central liegt, heftig gestritten: Wem gehört der Platz, wem die Stadt? Eine Frage, die jeden etwas angeht, denn Düsseldorf ist eine Stadt in Deutschland, Deutschland ein Land irgendwo in der Gegenwart, und Gegenwart sind wir alle. 
In einem offenen Rechercheprozess sind Autorin Anne Jelena Schulte und Hausregisseur Nurkan Erpulat ausgehend vom Worringer Platz in die Stadt gezogen, Düsseldorf kennen und lieben zu lernen. Das, was ihnen erzählt wurde, haben sie in einer inszenierten Platzbegehung im Oktober zurückgespiegelt. Im November luden sie Experten ein, über die Geschichte, die Architektur, die Menschen der Stadt zu reflektieren und wussten doch, dass da ein nicht zu (er)klärender Raum bleibt. Ein Raum, in dem Theater stattfinden kann.

Aus der Flut der gesammelten Gedanken, Geschichten und Stimmen treten nun drei Überschriften an die Oberfläche: Ordnung – Verletzung – Schönheit. Unter diesen Titeln werden die Worringer Schlachten Teil 3 geschlagen. Erst geht es auf den Platz, dann ins Theater. Ein Stück Düsseldorf – eine Collage aus Dokumenten, Eindrücken und Geschichten.