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Dreischeibenhaus Düsseldorf

Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhaus.

Uraufführung: 04.03. 2017

https://www.dhaus.de/programm/spielplan/die-dritte-haut/591/


Der als schrullig verschriene 70-jährige Multimillionär Simon logiert auf einem einfachen Matratzenlager in seinem Haus an der Kö. Nach dem Krieg notdürftig wieder aufgebaut, wirkt es wie ein Anstoß erregender Makel – und weckt zugleich ungeheure Begehrlichkeiten. Simon spielt mit der Gier der Interessenten, doch Vertrauten bekennt er: »Ich verkaufe nie.« Im Juli 1991 scheint er plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. In der Stadt verbreiten sich Gerüchte: Simon sei nach dem Verkauf in die Berge verschwunden. Der neue Besitzer ist eine schillernde Gestalt der Düsseldorfer Geld-Szene. Bald stellt sich heraus, die Unterschriften Simons unter den Verkaufspapieren sind gefälscht. Die Anklage der ehrgeizigen Staatsanwaltschaft lautet Mord. Aber es gibt keine Leiche, es gibt keine Blutspur. Nicht einmal dass der »Ermordete« noch lebt, ist auszuschließen. Laut Arztberichten erkrankt der Angeklagte in der Haft psychisch. Das Mordverfahren wird 2002 eingestellt. Fast gleichzeitig wird die Todeserklärung Simons rechtskräftig.

Die Theater-Entwürfe des Trios RAUM+ZEIT betreiben ein aufregendes Spiel mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung. Ihre neueste Arbeit entwickeln sie für das Dreischeibenhaus, ein architektonisches Symbol des Wirtschaftswunders. Der Zuschauer betritt dort allein eine Installation, in der er den Schauspielern sehr nahe kommt und Teil der Geschichte vom Verschwinden eines Mannes wird.

Für den Vorstellungsbesuch gelten besondere Regeln: Zwischen 17:36 Uhr und 21:48 Uhr startet alle zwölf Minuten je ein Zuschauer in eine szenische Installation. Die Spieldauer für jeden Zuschauer beträgt ca. 1 1/4 Stunden. Beim Kauf einer Karte entscheidet man sich definitiv für eine bestimmte Uhrzeit. Nur Kartenkauf, keine -reservierung möglich.

Besetzung mit:
Tabea Bettin
Andreas Grothgar
Konstantin Lindhorst
Rainer Philippi


Konzept: Alexandra Althoff, Lothar Kittstein, Bernhard Mikeska

Regie: Bernhard Mikeska

Text: Lothar Kittstein

Dramaturgie: Alexandra Althoff

Raum: Bernhard Mikeska, Alexandra Althoff

Kostüm: Almut Eppinger
Sound Design: Knut Jensen
Mitarbeit Raum: Simone Grieshaber



Disappearances :: Der Fall Simon
Eine Video-Installation von RAUM+ZEIT im Foyer des K20 Grabbeplatz (Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen) —
Di. – Fr. 10:00 bis 18:00, Sa., So. und feiertags 11:00 – 18:00 — Eintritt frei.

Parallel zu ihrer Inszenierung Die dritte Haut :: Der Fall Simon im Dreischeibenhaus haben Bernhard Mikeska und Alexandra Althoff (RAUM+ZEIT) zusammen mit Nicolai Hildebrandt für das Foyer des K20 eine Video-Installation über das Verschwinden eines Mannes und seiner beiden Häuser auf der Kö entworfen. RAUM+ZEIT entwerfen kein neues Szenario der Umstände vom Tod Simons, sondern eines für seinen Seelenzustand. Verkaufsgespräche werden zur Grundfigur für menschliche Beziehungen und offenbaren den Widerspruch zwischen dem Wunsch und der Angst vor seiner Erfüllung. Eine subjektive Reise ins Innere. — Eine Kooperation des Düsseldorfer Schauspielhauses mit dem K20.



Worringer Straße 140
Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhaus.

Premiere: 12.12. 2016

https://www.dhaus.de/programm/a-z/heart-of-gold/

Ein Liederabend des Ensembles des Düsseldorfer Schauspielhaus.
Über die Liebe und das Geld.


Besetzung mit:
Cathleen Baumann
Claudia Hübbecker
André Kaczmarczyk
Rainer Philippi
Kilian Ponert
Lou Strenger
Andrei Viorel Tacu
Sebastian Tessenow
Hanna Werth


Musikalische Leitung und Piano: Matts Johan Leenders

Schlagzeug: Kilian Land

Bass: Johannes von Barsewisch

Leitung: André Kaczmarczyk
Bühne: Simone Grieshaber
Kostüm: Janin Lang

Licht: Christian Schmidt
Dramaturgie: Frederik Tidén





Vorarlberger Landestheater, Seestraße 2, 6900 Bregenz
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Eine Produkton des Vorarlberger Landestheater Bregenz.

Premiere: 13.01. 2015



Regie:
 Sigrid Herzog

Komposition/Musik: Benedikt Brachtel

Bühne: Simone Grieshaber

Kostüme: Bettina Werner

Choreographie: Magdalena Padrosa

Dramaturgie: Frank Zipfel

Lichtgestaltung: Arndt Rössler

Ton: Andreas Niedzwetzki


Mutter: Charlotte Schwab

Braut: Elzemarieke de Vos

Dienstmagd: Laura Mitzkus

Leonardos Frau: Klara Pfeiffer

Nachbarin: Bettina Hauenschild

Bräutigam: Michael Stange

Leonardo: Paul Walther

Vater der Braut: Otto Kukla

Holzfäller: Eberhard Peiker

Bursche: Benjamin Schroeder

Sänger: Anna Rajah (Sopran), Richard Resch (Tenor), John Carpenter (Bariton)

Musiker: Valeriya Kachurovskaya (Klavier/Korrepetition) und das ensemble plus


In einem kleinen Dorf unter der brennenden Sonne Andalusiens wird eine Hochzeit vorbereitet. Aber das neue Glück steht unter keinem guten Stern. Die Mutter des Bräutigams hat Vorbehalte gegen die Braut – denn die war schon einmal verlobt, und ausgerechnet mit Leonardo, einem Mitglied der Familie, die den Vater und den Bruder des Bräutigams ermordet hat. Leonardo ist zwar mittlerweile selbst verheiratet, aber zwischen ihm und der Braut besteht nach wie vor eine fatale Anziehungskraft. Auf dem Hochzeitsfest treffen alle zusammen, lang unterdrückte Gefühle brechen hervor und entladen sich in einem blutigen Kampf.
Federico Lorca ist der international meist übersetzte spanische Lyriker und Theaterautor des 20. Jahrhunderts. Kennzeichnend für Lorcas Stücke sind starke Frauenfiguren, die wissen, wie sie ihren Platz in der von Männern dominierten Gemeinschaft verteidigen können, und die sich gegen allzu enge gesellschaftliche Konventionen und erstarrte Traditionen auflehnen.

Für die BLUTHOCHZEIT  bezog Lorca seine Inspiration aus  unterschiedlichen Quellen.Auslöser war eine Zeitungsnachricht über die mysteriöse Flucht einer jungen Braut und die Ermordung ihres Liebhabers in der andalusischen Einöde. Während der Arbeit am Stück spielten für den auch als Musiker und Komponisten tätigen Dichter auch Bach-Kantaten und die traditionelle spanische Musik eine wichtige Rolle. Dem sozial engagierten Schriftsteller Lorca geht es in seinem Theater darum, der Beschränktheit gesellschaftlich bedingter Denkweisen den Facettenreichtum zutiefst menschlicher Gefühle entgegenzusetzen. 
So stellt er in Bluthochzeit auf dem konkreten Hintergrund einer spanischen Dorfgemeinschaft der 1930er Jahre durchaus zeitlose Konflikte dar. Der individuellen Selbstverwirklichung stehen familiäre Zwänge entgegen, die Sehnsucht nach Sicherheit wird von den Unwägbarkeiten des Schicksals durchkreuzt, rationale Planungen werden durch emotionale Verstrickungen zunichte gemacht.
Das Spektrum der damit verknüpften Themen ist weit: Rache und Vergebung, eheliche Treue und sexuelle Anziehung, persönliche Hoffnungen und gesellschaftliche Konventionen, Lebensfreude und Todesahnung. In besonderer Weise verbindet Lorca in Bluthochzeit Elemente der antiken Tragödie, des spanischen Barocktheaters und des
modernen Dramas. So entsteht ein Gesamtkunstwerk aus treffsicheren Dialogen, starken poetischen Bildern, Musik, Bewegung und Rhythmus.Dem versucht die Bregenzer Inszenierung Rechnung zu tragen und bringt Bluthochzeitin einer spartenübergreifenden Produktion auf die Bühne: mit einem Ensemble aus Schauspielern, Sängern und Musikern, eigens komponierter Musik und aus der spanischen Tradition entlehnten choreographischen Elementen.
Landestheater Bregenz
Eine Produktion des Vorarlberger Landestheater Bregenz.

Premiere: 15.01.2014

http://landestheater.org/kalender/2014/01/12/emilia_galotti.html


Regie:  Sigrid Herzog

Bühne: Simone Grieshaber

Photograph:  Franz Meiller

Kostüme: Bettina Werner

Komposition: Bededikt Brachtel

Dramaturgie: Dirk Dieckmann

Regieassistenz:  Deike Wilhelm

Inspizienz: Eva Lorünser

Lichtgestaltung:  Arndt Rössler

Tontechnik: Andreas Niedzwetzki

 

Emilia Galotti: Morgane Ferru

Odoardo Galotti, Vater von Emilia Galotti:  Marcus Calvin

Claudia Galotti, Mutter von Emilia Galotti: Isabel Hindersin

Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla:  Moritz von Treuenfels

Marinelli, Kammerherr des Prinzen:  Michael Stange

Graf Appiani:  Bastian Beyer

Gräfin Orsina: Laura Mitzkus


Die gutbehütete Emilia Galotti soll sich mit dem Grafen Appiani verheiraten, was den Wünschen der bürgerlichen Eltern durchaus entgegen kommt. Allerdings ist die Schönheit der Tochter nicht unbemerkt geblieben. Der Prinz von Gustalla will Emilia im wahrsten Sinne des Wortes „in seinen Besitz bringen“ und beauftragt den Marchese Marinelli, die  Hochzeitskutsche zu überfallen, dabei stirbt der Graf. Die Intrige des Marchese beinhaltet, dass Emilia scheinbar gerettet und in ein nahe gelegenes Lustschloss gebracht wird. Emilia erkennt die Zusammenhänge nicht, aber ihre Mutter konfrontiert den Intriganten Marinelli mit ihren Vermutungen über seine Machenschaften. Doch Marinellis Fertigkeiten sind mit dem Überfall noch lange nicht ausgereizt und er setzt alles daran, eine Aufklärung zu verhindern. Aber auch der Vater hat seinen liebenden  Besitzanspruch an die Tochter und sinnt zunächst auf Rache für den Mord an Appiani. Am Ende, als aber seine Tochter, die sich bereits in den Händen des allmächtigen Prinzen sieht, sich das Leben nehmen will, um ihre Ehre zu bewahren, nimmt er ihr diesen Selbstmord ab und tötet sie, um sich danach der Gerichtsbarkeit auszuliefern.

Lessing stellt in diesem bürgerlichen Trauerspiel, die ererbte Allmacht des Adels dem Empfinden den Plänen der bürglerlichen Existenz gegenüber, die den Anspruch hat, dass es ihren Kindern dereinst besser gehen mag.


Grillotheater Essen
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Stückauf ! 

Autorentage am Schauspiel Essen 6. April 2013

Wolkenkratzer bauen

Theaterstück von Achim Stegmüller

Szenische Lesung

Regie: Kerstin Krug
Bühne: Simone Grieshaber
Kostüme: Theresa Rinn
Worringer Straße 140
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WORRINGER SCHLACHTEN - TEIL 3

Eine Produktion des Düsseldorfer Schauspielhaus.

Von Nurkan Erpulat mit Texten von Anne Jelena Schulte


Premiere: 16.02.2013


Besetzung mit:

Jonas Anders

Christian Ehrich

Elena Schmidt

Simin Soraya

Fivos Theodosakis


Regie: Nurkan Erpulat

Bühne und Kostüme: Simone Grieshaber

Video: Felipe Calvo - Montero

Dramaturgie: Marie Milbacher, Anne Jelena Schulte


Als die Schlacht von Worringen geschlagen war, bekam Düsseldorf die Stadtrechte verliehen. Noch heute wird um den Worringer Platz, an dem das Central liegt, heftig gestritten: Wem gehört der Platz, wem die Stadt? Eine Frage, die jeden etwas angeht, denn Düsseldorf ist eine Stadt in Deutschland, Deutschland ein Land irgendwo in der Gegenwart, und Gegenwart sind wir alle. 
In einem offenen Rechercheprozess sind Autorin Anne Jelena Schulte und Hausregisseur Nurkan Erpulat ausgehend vom Worringer Platz in die Stadt gezogen, Düsseldorf kennen und lieben zu lernen. Das, was ihnen erzählt wurde, haben sie in einer inszenierten Platzbegehung im Oktober zurückgespiegelt. Im November luden sie Experten ein, über die Geschichte, die Architektur, die Menschen der Stadt zu reflektieren und wussten doch, dass da ein nicht zu (er)klärender Raum bleibt. Ein Raum, in dem Theater stattfinden kann.

Aus der Flut der gesammelten Gedanken, Geschichten und Stimmen treten nun drei Überschriften an die Oberfläche: Ordnung – Verletzung – Schönheit. Unter diesen Titeln werden die Worringer Schlachten Teil 3 geschlagen. Erst geht es auf den Platz, dann ins Theater. Ein Stück Düsseldorf – eine Collage aus Dokumenten, Eindrücken und Geschichten.