8. Salon, Hamburg

Auge Sonne Arschloch Ei

Diese Apfelstücke sind riesig, sie pressen feuchte Hohlräume in den Kuchen hinein. Dort, wo sie fehlen, wird die Form sichtbar. Richtet man den Blick gegen die Sonne, erfüllt das grellste, ewigste Licht das gierige Auge. Dies ist kein Wohlgefallen, es ist ein natürliches Prinzip. Das verblendete Bild öffnet sich auf der Kehrseite der Öffnung. Wenn das Sehen nicht mehr ausreicht, fängt die Entgrenzung an, die Einverleibung, die Lust. Wo etwas schwindet, dort schreibt sich sein Gegensatz ein, mittendrin, als Loch.  Lass uns auf alle Arschlöcher trinken, die das Ei interpretieren wollen. Alle Augen auf dich. Rausgewaschene, kreidige Farbpigmente flirren auf pastellig-leeren Tafelbildern. Was lässt sich zurücknehmen, damit es möglich ist, es sich einzubilden? Sieht der Augenkörper das oder stellt er selbst das Bild her? Die Bewegung der Kamera verursacht Drehmomente, um die sich Halluzinatorisches windet. Großer Schwindel verzweigt die Deutung. Doch es ist ganz eichfach. All das sind Tore. Schlüssel öffnen sie, Gesang leitet hinein.